Auch wenn Fotomontagen am PC zu konstruieren einfacher ist, als sie aus alten Zeitungen zu basteln, bleiben doch einige Arbeitsweisen gleich. Man braucht Material. Das Rohmaterial sind Fotos und es gibt zum Glück eine Menge frei nutzbare Bilder im Internet. Es wäre ja schön selbst nach Paris, Lüttich oder Mantua zu fahren und Fassaden zu fotografieren. Doch der erhobene Daumen funktioniert in der analogen Welt nicht mehr und ich bin zu alt, um in einem Schlafsack unter einer Brücke zu übernachten.
Mit wenig Geld zu leben hat auch ein paar Nachteile. Doch es hat mich nie daran gehindert meine Kunst zu spielen. Ich nutze, was ich finde. Nicht alles davon ist brauchbar und vieles landet ungenutzt im Müll. Doch es gibt genug Material, um meine Ordner zu füllen. Die sind zum Glück jetzt auch digital und brauchen keine X Meter Regal. Und sie lassen sich besser sortieren.
Ich mag Ordnung.
Das ist nicht der einzige Vorteil an der digitalen Arbeitsweise. Man kann jeden Fehler korrigieren. Ein falscher Schnitt führt bei Papier zum Verlust des Bildes. Digital geht man einfach einen oder zwei Schritte zurück und verliert nur etwas Zeit. Man kann jeden Schnipsel duplizieren, skalieren und verformen. Das erweitert die Möglichkeiten deutlich.
Vor allem die Anpassung der Größenverhältnisse ist für die Tiles wichtig. Auch wenn nicht alles Maßstabsgetreu ist, sollten Gebäude die gleiche Größe haben. Nach einigen Experimenten habe ich mich für 15 Px/m entschieden. Die Kantenlänge der Tiles hat so acht Meter, was für ein Haus gerade noch realistisch ist. 64 m² sind zwar nicht sehr viel, aber für einen Turm reicht das. Andere Gebäude werden zwei oder mehr Tiles nutzen und schon mit zwei Tiles ergibt sich eine Grundfläche von 96 m², was für ein Wohngebäude ausreichend ist.
Aus diesen Vorgaben ergibt sich eine Höhe von 30 Pixeln für eine Tür und 15 Pixeln für ein normales Fenster, was gerade noch reicht, um ein paar Details anzudeuten. Ob es für die Gebäude wirklich notwendig ist unterschiedliche Fenster zu nutzen und auch noch Gardinen darin zu platzieren oder Fensterläden geschlossen oder offen einzubauen, ist Ansichtssache. Auch wenn solche Details im fertigen Bild nur bei genauer Betrachtung sichtbar sind, sind sie mir wichtig.
Außerdem machen mir diese Kleinigkeiten Spaß.


