Ist die Realität nur noch das, was mich von meinem Werk abhält?
Im Moment eindeutig ja. Doch neu ist das nicht. Die Kunst war mir schon immer wichtiger als alles, was ihr für wichtig haltet. Wichtiger als Arbeit, wichtiger als Menschen, wichtiger als der verflixte Alltag mit all den für den Erhalt eines, meines Körpers notwendigen Aufwendungen.
Nicht genug Zeit für die Musen zu haben war schon immer das größte Problem dabei mit euch zusammen zu leben. Ihr wollt mehr von meiner Zeit als ich geben möchte. Was ich geben möchte, genügt euch nicht. Ich kann euch Geschichten geben, Fantasien, Träume, Utopien. Ihr wollt nur ein Jägerschnitzel. Mit Pommes.
Wundert euch nicht, wenn ich euch für stumpfsinnig halte. Euer Verhalten bestätigt meine Ansicht immer wieder. Ihr lauft lieber der Propaganda hinter her, rafft, was ihr raffen könnt und fragt euch warum ihr nicht mehr so glücklich seid wie in der Kindheit.
Manche wünschen die Zustände der Kindheit zurück und vergessen dabei, dass sie selbst verlernt haben diese Welt wie ein Kind zu betrachten. Es muss nicht das ehrfürchtige Staunen sein, mit denen Esoteriker diese Welt glorifizieren. Die Blume bleibt eine Blume, egal ob wir staunen oder nicht. Wir müssen nicht staunen. Wir müssen uns nur daran erfreuen. An der Blume und daran sie betrachten zu können, darüber zu leben. Viel Zeit dafür bleibt uns nicht.
Leben ist zu kurz, um es an Wirtschaftstheorien und Geldvermehrung zu verschwenden.
Die Propaganda erzählt euch, dass dieser Unsinn euch glücklich macht. Seid ihr glücklich? Wenn ja, gut. Wenn nein fragt euch, was ihr falsch macht.
Fragt euch, ob das versprochene Glück von Geld und Ruhm nicht euer Glück ist. Fragt euch, was euch tatsächlich glücklich macht und tut das. Vielleicht bleibt euch sogar Zeit für Arbeit übrig. Ich habe keine. Ich muss schaffen.
Warum ich jetzt darüber schreibe? Weil ich mal wieder aufs Amt musste. Es ist mittlerweile weniger stressig als viel zu oft in den vielen Jahren, in denen ich dort um mein tägliches Brot betteln musste. Ich bin Rentner, man verlangt nicht mehr viel von mir. Doch schon das wenige ist mir zu viel. Zu umständlich. Manchmal absurd wegen den Regeln eurer Bürokratie. Doch, was am Schlimmsten ist: Ihr habt mir den Vormittag gestohlen.
Die nächste KI, eine für Grafik. Nur weil ich es ablehne mir ein Handy zu kaufen (Ich habe eins, als mp3-Player) und mir eure Verkaufsvideos und Tanzfilmchen anzusehen, bedeutet das nicht, dass ich alles Moderne in der digitalen Welt ablehne. Bessere Werkzeuge sind mir immer willkommen. Auch wenn ich niemals die Zeit haben werde sie alle bedienen zu lernen. Immer eins nach dem anderen. Die erste Aufgabe stellt die Ki direkt vor Herausforderungen. Sie arbeitet immer noch.
Im Amtsgericht Marburg hängt eine meiner analogen Arbeiten. Hier seht ihr nun, was ein paar Stunden mit der KI daraus machen. Nicht alles, was sie mir liefert ist gut. Das hier ist grandios.
Euch fehlt die Musik? Für den Song dazu brauche ich noch ganz viele davon. Jetzt ist eure Geduld gefragt.

