Mein bisher persönlichstes Album. Vielleicht klingt es deshalb so fröhlich. Für mich jedenfalls. Beschreiben würde ich es als progressiven Poprock. Für mich klingen die ersten Stücke etwas nach Poems for Laila, aber das war keine Absicht.
Die beiden letzte Stücke sind eher düster und schwermütig. Auch das gehört zu mir dazu.

Angelcreek
Die Nachbarn werden mir hoffentlich verzeihen. Aber Angelcreek passte besser zum Song. Es ist eine kleine Liebeserklärung an das Dorf, in dem ich nun schon ein langes Weilchen leben darf.
Before the Flood
Natürlich darf auch in diesem Album die Boshaftigkeit nicht fehlen. Klingt beschwingt und fröhlich, ist es aber nicht. Der Song heißt nicht umsonst “Vor der Flut”. Er könnte auch “Hoch die Tassen, wir sterben aus.” oder so ähnlich heißen.
Hiking
Queen schrieb ein Lied über das radfahren. Ich bin Fußgänger, ein Stadtwanderer.
Das Lied ist auch ein Dank an alle Tippelbrüder. Ich durfte ein Weilchen ihre Gemeinschaft genießen. Aber wie überall gehörte ich nie dazu. Berber, wie sie sich warum auch immer selbst nennen, sind eine eigene Kategorie der Obdachlosen. Amtlich Nichtseßhafte genannte wandern sie tatsächlich noch von Ort zu Ort. Zumindest taten sie es vor vierzig Jahren noch.
Early worm
Ich bin eher Model Würmerfresser. Ich hatte zwar auch meine Eulenphasen, stehe aber seit Jahren früh auf. Das hier ist ein Lied für meine Nachbarin. Danke Cloud für diesen Song.
Spring
Wie klingt die Welt für den frühen Vogel? Ungefähr so.
I found myself
„Wer bin ich?“ war eine Frage, die ich lange nicht beantworten konnte. Ich fand die Antwort in der Asche des Phoenix, in dem Schutt, den der extatische Tanz auf dem Vulkan hinterlassen hat. Euch kann ich aber immer noch nicht sagen, wer ich bin. Die Antwort passt nicht in Worte. Sucht sie in der Musik.
Grazy Jam
Ein Danke schön an alle, die den Looser seit Jahrzehnten füttern.
Overthinking syndrome
Ich kenne Grübelitis. Sie ist nicht sehr kreativ. Es macht keinen Sinn mir die Fehler der Vergangenheit aufzuzählen. Es sind zu viele.
Dark side
Viel der bearbeiteten Soundfiles habe ich mit einem alten, verstümmelten Bass aufgenommen. „Dark side“ ist ein Loblied auf die tiefen Töne, die in mir verborgen schlummern. Weckt sie nicht.
Bonustrack: Wolkenbruch
Noch aus meiner Phase der Ausbildung in der Arbeit mit KI auf Udio.
In deutsch und tatsächlich meine Betrachtung der Geschehnisse im Ahrtal. Mir war es dort schon immer zu eng.
Der Song passt thematisch, ist aber auch ein gutes Beispiel dafür, wie viel besser die KI in zwei Jahren geworden ist. Natürlich kann es auch sein, dass Suno schon immer besser als Udio war. Es ist mir jedenfalls jeden Cent wert, auch wenn ich mir die große Version nicht leisten kann.
Bonustrack: Wolkenbruch Remix
Man soll ja nicht vergleichen. Doch ich konnte der Versuchung nicht widerstehen den alten Song durch die neue Mühle zu drehen. Immer noch das gleiche Lied. Fast. Ich habe einen lästigen Textfehler behoben und „geteerte“ in „gefegte“ umgeschrieben. Aber ich habe mit hohen Übernahmekriterien gearbeitet, wollte einen erkennbaren Remix.
Welche Version besser ist darf jeder selbst entscheiden.

