Erster Ausflug. Ich brauchte zwar nichts, will aber die eingeübten Rituale behalten. Zwei mal die Woche einkaufen, mit heute wieder mal abenteuerlicher Busfahrt und tanzen an der Bushaltestelle. Das mache ich schon länger. Tanzen erzeugt weniger Schmerz als stehen.
Interaktion mit der Welt. Sie ist viel größer als in der Normalwahrnehmung und auch ich selbst passe nicht mehr in meine Maske. Da ist so viel mehr nach dem Konsum dieser Droge. Auch die Angst nicht zu funktionieren lauert sichtbar in ihrem Kämmerlein. Ich funktionierte. So wie immer.
Also anders ihr. Aber unauffällig. Ich konnte sogar kommunizieren.
Wahrscheinlich gibt es keine Studie darüber, wie Cannabis bei Autismus oder Neurodiversität wirkt. Ich mache gerade eine. Es ist meine Zweite. Deshalb macht mir der veränderte Bewusstseinszustand keine Angst. Mein Gehirn wird sich daran gewöhnen. In ein paar Wochen ist dieser Zustand mein normal.

